300 Jahre jüdisches Leben in Emmendingen: „Die Anfänge der Jüdischen Gemeinde Emmendingen“

Veranstaltungsprogramm „300 Jahre jüdisches Leben in Emmendingen 1716 – 2016“ eine Veranstaltungsreihe des Vereins für Jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V., mit freundlicher Unterstützung durch den Fachbereich Kultur der Stadt Emmendingen

Vortrag mit Herrn Karl Günther, Pfarrer i.R.

„Die Anfänge der Jüdischen Gemeinde Emmendingen“

Sonntag, den 9. Oktober 2016, um 11.30 Uhr

Simon-Veit-Haus, Teschemacher-Saal, Kirchstraße 11, 79312 Emmendingen

Der aus Emmendingen stammende und heute überwiegend in Heidelberg lebende „Forscher-Pfarrer“ ist ein profunder Kenner der jüdischen Geschichte Emmendingens. Seine Familie war durch die Tätigkeit seiner Mutter Frau Anna Günther-Häberle beim damaligen Vorsteher der Israelitischen Gemeinde Simon Veit eng mit der Gemeinde verbunden.

In zahlreichen Veröffentlichungen im „s’Eige zeige“ und in der „Geschichte der Stadt Emmendingen“ beschäftigte sich Herr Günther mit der jüdischen Gemeinde – dem Bau der alten Synagoge und den Grabinschriften auf den beiden Friedhöfen.

Der Philologe, Theologe und Dozent für semitische Sprachen an der Universität Heidelberg, Mäzen und Sammler von Judaica-Objekten, die bereits in zahlreichen Ausstellungen in Emmendingen, insbesondere im Jüdischen Museum, zu sehen waren, ist auch ein Freund der vor 21 Jahren wieder gegründeten Jüdischen Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.. Zahlreiche Stücke seiner Sammlung zieren inzwischen den Betraum der neuen Synagoge „Ohel Schalom“ – Zelt des Friedens.

Am Sonntag widmet sich Herr Günther den Anfängen der jüdischen Gemeinde. Hier begegnet der Zuhörer bekannten Familien, die nach Emmendingen geflüchtet sind und den Grundstock der Gemeinde bildeten. Ihnen wird ein Gesicht gegeben in der Sonderausstellung „Zeugnisse jüdischer Familiengeschichten“, die noch bis Ende Dezember 2016 im Jüdischen Museum Emmendingen zu sehen ist.