Aktuelles im Jüdischem Museum Emmendingen

Gegen das Vergessen – Zum Tag der Bücherverbrennung am 17. Juni 1933 in Emmendingen

Am 17. Juni 2026 um 19.00 Uhr findet eine Gedenkveranstaltung zum „Tag der Bücherverbrennung“ im Bürgersaal vom Alten Rathaus in Emmendingen statt.

Der Kulturkreis Emmendingen, der Verein für Jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen, der Förderverein Psychiatrie-Museum-Emmendingen und die Stadt Emmendingen laden zu einem informativen und besinnlichen Gedenken ein.

Antonio Pellegrini wird die Veranstaltung mit Werken von in der NS-Zeit verbotenen Komponisten umrahmen, Schüler:innen der Klasse 11 (Theater-AG) des Goethe-Gymnasiums werden einen eigens zu dem Thema erdachten Sketch aufführen. Es wird über die Bücherverbrennung in Emmendingen am 17.06.1933 informiert werden und Gedichte von verbotenen Autoren, sowie Textauszüge von Zeitzeugen, die das Deutsche Tagebuch Archiv recherchiert hat, vorgetragen werden. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, sich über das Thema auszutauschen.

Oberbürgermeister Stefan Schlatterer hat die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen. OB Stellvertreter Joachim Saar wird ein Grußwort sprechen.


Der Eintritt ist frei. Spenden werden erbeten.




Hawdala- Zeremonie nach Schabbat Ende:

Gekürzte Zeremonie bei Familie Rabin in Jerusalem 2024/5784
Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Emmendingen, Yaakov Yosef Yudkowsky, Purim 2024/5784 

Virtuelles Gedenkbuch

Wir vom Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. sind mit unserem virtuellen Gedenkbuch in neuer Version online gegangen!

Dokumentarfilm über die Gedenkstättenarbeit

Dokumentarfilm öffnen (Link führt zu YouTube)

Dokumentarfilm über die Gedenkstättenarbeit in Baden-Württemberg mit unserer Gedenkstätte „Jüdisches Museum Emmendingen“ ab Minute 12:25.

In diesem Film laden vier Beispiele exemplarisch für über 70 Orte zum Besuch ein: die KZ-Gedenkstätte Neckarelz, die Gedenkstätte Grafeneck, das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm sowie das Jüdische Museum Emmendingen. Erstellt wurde die zwanzigminütige Dokumentation von Sibylle Tiedemann, Regisseurin und Produzentin aus Neu-Ulm/Berlin, die von der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg (LAGG) und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg mit dem Projekt betraut wurde.

Jüdische Kinder im Lager Gurs

Wir möchten außerdem aufmerksam machen auf:

20 Jahre Jüdisches Museum Emmendingen – Eröffnung der Dauerausstellung „Quelle lebendigen Wassers“ – auf YouTube ansehen


Über das Museum:

Am 13. April 1997 wird das Jüdische Museum Emmendingen eröffnet. Im Keller des kleinen Fachwerkgebäudes in unmittelbarer Nähe der zerstörten Synagoge ist die restaurierte, denkmalgeschützte Mikwe aus der Mitte des 19. Jahrhunderts zu besichtigen. Im Erdgeschoss befindet sich eine Ausstellung zur Geschichte der Israelitischen Gemeinde Emmendingen 1716 – 1940. Das Schicksal der Emmendinger Juden während der Nazi-Diktatur wird anschaulich dokumentiert.

Ferner zeigt das Museum Exponate zum jüdischen Kultus- und Alltagsleben. Die jüdischen Feste im Jahreslauf werden ausführlich erläutert. Im Obergeschoss steht den Besuchern ein Lese- und Seminarraum mit Literatur und Videos zum Judentum und zur jüdischen Geschichte zur Verfügung.

Träger des Museums ist der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.

Das Jüdische Museum Emmendingen versteht sich als Ort des Erinnerns, Gedenkens, Lernens und der Begegnung mit jüdischem Leben in der heutigen Zeit.