15.07.2026, Webtalk »…und die Heimat ist es, um die ich Sie ein wenig beneide…«

Erzwungene Emigration und Deportation am Beispiel der Familie Veit aus Emmendingen und Freiburg
Sabine Herrle, Freiburg


Termin: Mittwoch, 15. Juli 2026, 20:15 Uhr – 21:45 Uhr

Zugangslink: https://meet.freiburg.de/b/rooms/jul-dnq-rkm-soq/join
Die Teilnahme ist kostenfrei

Die von den Nationalsozialist:innen erzwungene Stärkung der „Volksgemeinschaft“ bedeutete auch in Freiburg und in der Region die Verdrängung und Verfolgung verschiedener Bevölkerungsgruppen. Mehr als ein Dreivierteljahrhundert nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs soll an Beispielen untersucht werden, wie weit die beteiligten Akteur:innen und die Stadt Freiburg ihre Vergangenheit im Nationalsozialismus aufgearbeitet haben.

Die Nazis sind nicht vom Himmel gefallen und auch nach der Befreiung nicht in der Hölle verschwunden. Prof. Dr. Thomas Schnabel, ehemaliger Leiter, Haus der Geschichte, Stuttgart

Die Webtalks beleuchten die NS-Zeit aus unterschiedlichsten Perspektiven und fragen nach den – teilweise unvollständigen oder widersprüchlichen – „Erinnerungsfiguren“ (Jan Assmann), die das Selbstverständnis und die Erinnerungskultur in Freiburg und der Region bis heute maßgeblich prägen.

Aber die Vorstellung, irgendwann sei das dann doch mal ausgeforscht, ist ja irrig, nicht nur in der NS-Geschichte. Mit jeder Generation stellen sich neue Fragen, darauf antworten die Historiker. Sonst gäbe es ja auch gar keine neuen Studien zur Geschichte… Das Problem der NS-Geschichte ist eher, dass sich hierzu die meisten, nicht nur in Deutschland, eine Meinung gebildet haben, aber ohne tatsächlich viel darüber zu wissen. Prof.Dr. Ulrich Herbert, in: Badische Zeitung vom 8.3.2021

Kooperationspartner:
Colloquium politicum Albert-Ludwig-Universität-Freiburg, Gedenkstätten Südlicher Oberrhein, Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg

19.07.2026, Begleitprogramm zu »Herbarien – es riecht so gut! Räucherwerk, Hawdala und Rosa Luxemburg«

Wir laden herzlich zum Begleitprogramm zur Wechselausstellung ein:

  • Ab 17:00 Uhr: Kuratorin Monika Rachel Raija Miklis M.A. führt durch die Wechselausstellung im Jüdischen Museum.
  • 17:30 Uhr: Pflanzenbestimmungsgang durch den Museumsgarten mit dem Gärtner und Künstler Richard Ernst.
  • 18:00 Uhr: Haptischer Vortrag zur Bedeutung von Pflanzen in der hebräischen Bibel.
    Ort: Teschemacher-Saal, Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, D-79312 Emmendingen

Das Museum ist geöffnet von 14:00 bis 17:00 Uhr.

Eintritt frei, Spenden erbeten

19.06.2026, Offenburg: Theaterstück „Heute Abend: Lola Blau“

Freitag, 19. Juni, 20 Uhr
Veranstaltungsort: Der Salmen, Lange Straße 52, 77652 Offenburg

Das Stück „Heute Abend: Lola Blau“ von Georg Kreisler ist weit mehr als ein Stück Zeitgeschichte: In diesem eindringlichen Ein-Personen-Musical verbindet Kreisler scharfsinnige Gesellschaftskritik mit schwungvollen, witzigen und berührenden Melodien.

„Heil Hitler“ endet das Telegramm, das die Hoffnungen auf das erste große Engagement im Landestheater Linz für die jüdische Künstlerin Lola Blau platzen lässt. Innerhalb kürzester Zeit verliert Lola nicht nur den Kontakt zu ihrer großen Liebe, sondern muss auch ihre Heimat, bald darauf Europa verlassen. Der Durchbruch in Amerika gelingt, sie wird ein Star – aber glücklich ist sie nicht. Da erhält sie einen unerwarteten Anruf aus Wien… 

Lolas Schicksal zeigt, wie schnell Erfolg und Zugehörigkeit zerbrechen können und wie aktuell die Auseinandersetzung mit Hass, Anpassung und moralischer Verantwortung bis heute geblieben ist. 

Ein Abend, der berührt, aufrüttelt und zugleich mit Kreislers unverwechselbarer musikalischer Brillanz unterhält.

Lola Blau: Irina Lehnert
Klavier: Katharina Keck
Regie: Gabi Jecho

Technik/Licht: Olga Anissimova

Tickets sind im Salmen Offenburg erhältlich
VVK : 12€ / 8€ erm.
AK: 16€ / 12€ erm.

Dies ist eine Produktion des Theater der zwei Ufer Kehl. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Gedenkstättenverbund Südlicher Oberrhein e.V. statt. Mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.

17.05.2026, Internationaler Museumstag

Internationaler Museumstag am Sonntag, 17. Mai 2026
im Jüdischen Museum Emmendingen, Schlossplatz 7
und auf dem Schlossplatz / Platz der ehemaligen Synagoge

11:00– 17:00 Uhr 
Tag der offenen Tür
Das Jüdische Museum öffnet seine Türen bei freiem Eintritt.
Wir bieten unseren Gästen Führungen nach Bedarf, laden zur
Begegnung, zum Austausch und zum Schmökern am Büchertisch
ein. Die aktuelle Wechselausstellung unserer Kuratorin
Monika Rachel Raija Miklis „Von Mazzenknödel bis Käsekuchen“
stellt die jüdischen Feste Pessach und Schawuot vor.

11:00– 17:00 Uhr
Jüdisches entdecken
Auf und um den Schlossplatz herum
Quiz für Kinder und Jugendliche
Mit-Mach-Preis für jede/n

12:30–13:00 Uhr
„Wie neu geboren!“
Führung durch die Dauerausstellung „Mekor Majim Chajim –
Quelle lebendigen Wassers“ im ehemaligen Ritualbad (Mikwe)
mit Carola Grasse

13:30–14:00 Uhr
„Jüdisches Leben in Emmendingen – gestern und heute“
Hildegard Hessemann und Carola Grasse laden zur Kurzführung
auf dem Schlossplatz / Platz der ehemaligen Synagoge und seinen
Erinnerungszeichen ein.

14:30– 15:00 Uhr
„Museum digital“
Dorothea Scherle präsentiert das digitale Gedenkbuch zum
jüdischen Leben in Emmendingen auf der Medienstation in der
Dauerausstellung des Museums.

15:30-16:00 Uhr
„Die jüdischen Wanderfeste Pessach und Schawuot“
Dorothea Scherle führt durch die von Monika Rachel Raija Miklis kuratierte
Wechselausstellung „Von Mazzenknödel bis Käsekuchen“.

Eintritt frei – Spenden erbeten

Mit freundlicher Unterstützung durch den Fachbereich Kultur der Stadt Emmendingen

#MuseenErleben #InternationalerMuseumstag2026 #InternationaMuseumsDay2026

03.05.2026, Emmendingen – Ein musikalisch-literarisches Portrait Erich Kästners: »Herz, sprich lauter!«

Ein musikalisch-literarisches Porträt Erich Kästners mit Ursula Kurze (Kompositionen, Gesang, Konzertgitarre)

Sonntag, 3. Mai 2026, 18:00 Uhr,
Emmendingen, Simon-Veit-Haus,
Kirchstraße 11, Teschemacher-Saal

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.

Eintritt frei, Spenden erbeten

28.04.2026, Freiburg – Lesung und Gespräch mit Götz Aly: „Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945“

Dienstag 28. April 2026 um 19.00 Uhr
Universität Freiburg, Kollegiengebäude I, Aula (Raum 1115, 1. OG);
Platz der Universität 3, 79098 Freiburg

Götz Aly ist Historiker, Politologe, Journalist und Hochschullehrer. Er arbeitete für die »taz«, die »Berliner Zeitung« und als Gastprofessor. Seine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt und mit Preisen ausgezeichnet.

2017 erschien seine große Studie über die europäische Geschichte von Antisemitismus und Holocaust »Europa gegen die Juden 1880–1945«. Für dieses Buch erhielt er 2018 den Geschwister-Scholl-Preis.

2025 hat er mit seinem Buch „Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945“ einen Bestseller verfasst, eine „Erklärfibel“ (taz) zu den politischen und gesellschaftlichen Umständen des Nationalsozialismus.

Götz Aly signiert ab 18.30 Uhr bereits am Büchertisch in der Aula der Universität Freiburg.

Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Gedenkstättenverbund Südlicher Oberrhein e.V., der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und dem Colloquium politicum der Universität Freiburg.

Das Jüdische Museum Emmendingen gehört zu den im Gedenkstättenverbund organisierten Gedenkstätten am Südlichen Oberrhein.

28.04.2026, Freiburg – Gespräch mit Caroline Klemm und Dorothea Scherle: Die Freiburger Familie Nelson

Gespräch mit Caroline Klemm (im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus), Joachim Nelson, Dorothea Scherle (Jüdisches Museum Emmendigen)

Dienstag, 28. April, 19.30–20.30 Uhr
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Rotteckring 14, 79098 Freiburg im Breisgau

Bei der Gesprächsrunde steht die Freiburger Familie Nelson im Mittelpunkt.

In der NS-Zeit wurde die Familie als jüdisch verfolgt. Siegfried und Marie Nelson wurden ermordet, Sohn Gerhard überlebte das KZ Auschwitz und kehrte nach 1945 nach Freiburg zurück. Caroline Klemm, wissenschaftliche Mitarbeiterin im DZNS, spricht mit dem Nachfahren Joachim S. Nelson und Dorothea Scherle vom Jüdischen Museum Emmendingen über die Geschichte der Familie und die Recherchen zu ihren Biografien.

Die Veranstaltung findet ergänzend zur neuen Sonderausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ im Dokumentationszentrums Nationalsozialismus Freiburg statt. Der Eintritt ist kostenfrei.

Da die Teilnahmezahl ist begrenzt ist, muss ein kostenloses Veranstaltungsticket gebucht werden.

Kostenloses Veranstaltungsticket hier

Ghetto oder Oase? Die jüdische Schulabteilung Emmendingen in der NS-Zeit

Dienstag, 17. März 2026 um 19.30 Uhr

Wir laden Sie herzlich ein zum Vortrag von Dorothea Scherle, Diplom-Theologin, zum

Thema: Ghetto oder Oase? Die jüdische Schulabteilung Emmendingen in der NS-Zeit

Am: Dienstag, 17. März 2026 um 19.30 Uhr

Wo: Gemeindehaus St. Bonifatius, Markgraf-Jacob-Allee 2, 79312 Emmendingen

Dies ist eine Veranstaltung vom Katholischen Bildungswerk Emmendingen in Kooperation mit dem Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.

Kurz vor den Sommerferien 1934 mussten alle jüdischen Volksschülerinnen und Volksschüler aus ihren Klassen in die jüdische Schulabteilung wechseln, die der jüdische Lehrer Isaak Hobel in Räumen der Markgrafenschule in zwei stufenübergreifenden Klassen (1 bis 3 und 4 bis 8) unterrichtete. Als diese Schulabteilung an Ostern 1937 wegen zu geringer Schülerzahl schloss, mussten die Kinder und Jugendlichen die jüdische Schulabteilung an der Freiburger Lessingschule besuchen. Die Referentin wird der Frage nachgehen, wer für die Gründung dieser Schulabteilungen verantwortlich ist und wie die Schülerinnen und Schüler in der NS-Zeit zurechtkamen.

Dorothea Scherle hat das Gedenkbuch der Emmendinger Juden www.juedisches-leben-in-emmendingen.de recherchiert und ist mit den Biographien der Kinder wie der Lehrenden vertraut.

Eintritt frei – Spenden erbeten