Buchstaben- und Hühnersuppen – Über Kochen und Essen in jüdischen Erzählungen

Jüdisches Lehrhaus Emmendingen
Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.
Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.

Vortrag und Gespräch mit
Dr. med. Ursula Hellerich, Freiburg

Sonntag, 19. Februar 2017, 17:00 Uhr,
Jüdisches Museum Emmendingen, Schlossplatz 7

Jüdisches Leben und Feiern in der Familie liegt auf der Zunge und geht durch den Magen, es ist ohne Kochen, Essen und Trinken undenkbar. Dies hat seit Jahrhunderten Eingang in die jüdische Literatur gefunden. Schon in der Bibel verkauft Esau sein Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht und in neuen und neuesten Geschichten und Romanen aus Israel und der jüdischen Diaspora wird von jüdischer Tradition und Geschichte beim gemeinsamen Essen am Familientisch erzählt. Wie das schmeckt, davon soll im Vortrag die Rede sein, das Menü beginnt mit dem 1. Buch Mose Bereschit (Genesis) und ist mit Lily Bretts Roman „Chuzpe“ noch nicht zu Ende! Herzliche Einladung – Lechaim, aufs Leben!

Eintritt frei, Spenden erbeten

Internationaler Holocaust-Gedenktag: „Mich kriegt ihr nicht! – Die abenteuerliche Odyssee des Manfred Weil“

Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. und die Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R. zeigen

„Mich kriegt ihr nicht! –
Die abenteuerliche Odyssee des Manfred Weil“

ein Film von Werner Müller im Rahmen des Internationalen Holocaustgedenktages

Ein historisches Roadmovie der besonderen Art.

Donnerstag, den 26. Januar 2017, 19.00 Uhr
Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher-Saal, Emmendingen
Eingang Schlossplatz

Eintritt frei
Darf in einem Film, der Flucht, Vertreibung, Internierung und den Holocaust zum Thema hat gelacht werden?

Es darf nicht nur. Es geht gar nicht anders – zumindest wenn dieser Film von Manfred Weil erzählt und erzählt wird. Mit seinem jüdisch-kölschen Humor berichtet er über seine Odyssee während der Zeit der Shoah und über die Grausamkeiten in den Lagern in Frankreich und der Schweiz, in denen er landete. Über diese einmaligen und teilweise geradezu unglaublichen Schelmengeschichten, in denen er der gesamten Nazi-Bürokratie und ihren Kollaborateuren ein Schnippchen schlägt, kann und muss man lachen.

Manfred Weil hat jedes Drangsal überlebt – bis zu seinem natürlichen Tod im Alter von fast 95 Jahren. Vor allem hat er sein Überleben seinem untrüglichen Sinn für Gefahr und seiner ganz besonderen „Chuzpe“ zu verdanken – dieser Mischung aus Mut und charmanter Unverschämtheit. Er ist ein wunderbarer Maler geworden, der sich in seiner Malerei fast nur den schönen Dingen widmete. Vor allem den Frauen.

Glück war alles in dieser Zeit! – ein Fazit, das Manfred Weil mit Blick auf sieben Jahre der Vertreibung, der Lager-Internierung und der abenteuerlichen Flucht zieht.