Ghetto oder Oase? Die jüdische Schulabteilung Emmendingen in der NS-Zeit

Dienstag, 17. März 2026 um 19.30 Uhr

Wir laden Sie herzlich ein zum Vortrag von Dorothea Scherle, Diplom-Theologin, zum

Thema: Ghetto oder Oase? Die jüdische Schulabteilung Emmendingen in der NS-Zeit

Am: Dienstag, 17. März 2026 um 19.30 Uhr

Wo: Gemeindehaus St. Bonifatius, Markgraf-Jacob-Allee 2, 79312 Emmendingen

Dies ist eine Veranstaltung vom Katholischen Bildungswerk Emmendingen in Kooperation mit dem Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.

Kurz vor den Sommerferien 1934 mussten alle jüdischen Volksschülerinnen und Volksschüler aus ihren Klassen in die jüdische Schulabteilung wechseln, die der jüdische Lehrer Isaak Hobel in Räumen der Markgrafenschule in zwei stufenübergreifenden Klassen (1 bis 3 und 4 bis 8) unterrichtete. Als diese Schulabteilung an Ostern 1937 wegen zu geringer Schülerzahl schloss, mussten die Kinder und Jugendlichen die jüdische Schulabteilung an der Freiburger Lessingschule besuchen. Die Referentin wird der Frage nachgehen, wer für die Gründung dieser Schulabteilungen verantwortlich ist und wie die Schülerinnen und Schüler in der NS-Zeit zurechtkamen.

Dorothea Scherle hat das Gedenkbuch der Emmendinger Juden www.juedisches-leben-in-emmendingen.de recherchiert und ist mit den Biographien der Kinder wie der Lehrenden vertraut.

Eintritt frei – Spenden erbeten

Verleihung des Kulturpreises der Stadt Emmendingen 2025 an den Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.

Emmendingen, den 16. Dezember 2025

Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur, Kulturpreisträger 2025 der Stadt Emmendingen

Ein Team des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. mit Oberbürgermeister Schlatterer bei der Verleihung des Kulturpreis 2025 der Stadt Emmendingen


Wir freuen uns sehr, dass der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. am Mittwoch, den 26. November 2025 den Kulturpreis der Stadt Emmendingen erhalten hat für sein außerordentliches Engagement im kulturellen Bereich und für die jahrzehntelange Gedenk-, Erinnerungs-, Vermittlungs- und Bildungsarbeit im Jüdischen Museum Emmendingen und bei zahlreichen Veranstaltungen. Bei einer Feier in der Steinhalle in Emmendingen übergab Oberbürgermeister Schlatterer den Preis an unseren Verein und den ebenfalls ausgezeichneten Günther Hoffmann, der insbesondere für die Ausrichtung des Künstlermarktes in Emmendingen bekannt ist.

Die Laudatio hielt der Stadthistoriker Hans-Jörg Jenne, 1988 selbst eines der Gründungsmitglieder unseres Vereins. Jenne hob die wichtigen und zahlreichen „würdevollen Beiträge zur Gedächtniskultur“ und die Erforschung jüdischen Lebens auch vor der Zeit der NS-Diktatur hervor, deren Ergebnisse mit dem digitalen Gedenkbuch der breiten Öffentlichkeit zugänglich sind und ständig aktualisiert werden. Insbesondere lobte Hans-Jörg Jenne auch die Gedenkstätten- und Netzwerkarbeit unseres Vereins. Wir sind seit vielen Jahren Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen Baden-Württemberg (LAGG) und des Gedenkstättenverbundes Südlicher Oberrhein e.V.

Nach der Laudatio durften wir den Preis gemeinsam auf der Bühne entgegen nehmen und die anwesenden Mitglieder des ehrenamtlich aktiven Teams stellten sich kurz mit ihrem jeweiligen Tätigkeitsbereich vor.

An die Stadt Emmendingen ein großer Dank für diese hohe Würdigung und die große Wertschätzung der im Jüdischen Museum Emmendingen geleisteten Vermittlungsarbeit. Liebes Museumsteam, ohne euch und euer Engagement wäre das alles nicht möglich. Dafür von Herzen Danke.

Carola Grasse,
Vorsitzende des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.,
Träger des Jüdischen Museums Emmendingen