06.09.2026, Europäischer Tag der jüdischen Kultur 2026

Sonntag, 6. September 2026

Unter dem Motto: „Liebe“

Das Programm

Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.

Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11
11:00 bis 17:00 Uhr:
Gespräche rund um das Judentum
mit Vertreterinnen aus dem Vorstand, Delegierten des Oberrates der IRG Baden und Gemeindemitgliedern
Koscherer Wein und Sekt, Kaffee und Kuchen, Challa und Humus

Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher-Saal
11:00 Uhr:
„Das Paradoxon der Gttesliebe. Warum möchte Gtt, dass wir ihn lieben? Was steckt zwischen omnipotenter Macht und dem Wunsch, geliebt zu werden?“
Vortrag und Gespräch mit Rabbiner Yaakov Yosef Yudkowsky,
Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.

Synagoge, Landvogtei 11
13:00 Uhr:
Führung durch die Synagoge
mit Gemeinderabbiner Yaakov Yosef Yudkowsky
(Bitte ein gültiges Ausweisdokument mitbringen)

In Zusammenarbeit mit dem Kulturprogramm des Zentralrates der Juden in Deutschland
Altes Rathaus, Marktplatz 1, Bürgersaal
18:30 Uhr:
Schalom, Musik!
Das Konzert mit Roman Kuperschmidt und seinem Ensemble wird zu einem unvergesslichen musikalischen Erlebnis. Es ist mehr als Klezmer und eröffnet eine ganze jüdische Welt. Wunderschön, vielseitig, voller Emotionen und lebendiger Virtuosität. Eine Musik, deren Sog sich niemand entziehen kann, die Menschen unabhängig von Sprache und Herkunft unmittelbar berührt. Leidenschaft, Spielfreude und meisterhaftes Können lassen die Vielfalt und den Zauber der jüdischen Musik auf eindrucksvolle Weise lebendig werden.


Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.

Schlossplatz 7
11:00 bis 18:00 Uhr:
Tag der offenen Tür im Jüdischen Museum Emmendingen
Wechselausstellung „Herbarien – es riecht so gut! Räucherwerk, Hawdala und Rosa Luxemburg“
Führungen nach Bedarf, Einladung zu Gespräch und Austausch mit dem Museumsteam, Büchertisch
Jüdisches entdecken
Auf und um den Schlossplatz herum – Quiz für Kinder und Jugendliche
Mit-Mach-Preis für jede/n

Treffpunkt Schlossplatz/Platz der ehemaligen Synagoge
12:00 Uhr:
Kurzführung zur jüdischen Geschichte der Stadt Emmendingen
mit Carola Grasse Dipl.-Päd. und Hildegard Hessemann

Jüdisches Museum Emmendingen, Schlossplatz 7
14:00 Uhr:
„Herbarien – es riecht so gut! Räucherwerk, Hawdala und Rosa Luxemburg“
Führung durch die Wechselausstellung mit der Kuratorin Monika Rachel Raija Miklis M.A.

Jüdisches Museum Emmendingen, Schlossplatz 7
15:00 Uhr:
„Wie neu geboren!“
Führung durch die Dauerausstellung „Mekor Majim Chaijim – Quelle lebendigen Wassers“ im ehemaligen Ritualbad (Mikwe) mit Dorothea Scherle Dipl.-Theol.

Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher-Saal
16:00 Uhr:
„Literarisches zum Thema Liebe“
Monika Rachel Raija Miklis rezitiert das religiöse Lied für die tüchtige Frau und Auszüge aus dem Lied der Lieder. Carola Grasse, Dorothea Scherle und Hans Zier lesen Gedichte jüdischer Autor:innen. Musikalische Umrahmung durch Davyd Melamud, Bariton.

Eintritt frei – Spenden erbeten

15.07.2026, Webtalk »…und die Heimat ist es, um die ich Sie ein wenig beneide…«

Erzwungene Emigration und Deportation am Beispiel der Familie Veit aus Emmendingen und Freiburg
Sabine Herrle, Freiburg


Termin: Mittwoch, 15. Juli 2026, 20:15 Uhr – 21:45 Uhr

Zugangslink: https://meet.freiburg.de/b/rooms/jul-dnq-rkm-soq/join
Die Teilnahme ist kostenfrei

Die von den Nationalsozialist:innen erzwungene Stärkung der „Volksgemeinschaft“ bedeutete auch in Freiburg und in der Region die Verdrängung und Verfolgung verschiedener Bevölkerungsgruppen. Mehr als ein Dreivierteljahrhundert nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs soll an Beispielen untersucht werden, wie weit die beteiligten Akteur:innen und die Stadt Freiburg ihre Vergangenheit im Nationalsozialismus aufgearbeitet haben.

Die Nazis sind nicht vom Himmel gefallen und auch nach der Befreiung nicht in der Hölle verschwunden. Prof. Dr. Thomas Schnabel, ehemaliger Leiter, Haus der Geschichte, Stuttgart

Die Webtalks beleuchten die NS-Zeit aus unterschiedlichsten Perspektiven und fragen nach den – teilweise unvollständigen oder widersprüchlichen – „Erinnerungsfiguren“ (Jan Assmann), die das Selbstverständnis und die Erinnerungskultur in Freiburg und der Region bis heute maßgeblich prägen.

Aber die Vorstellung, irgendwann sei das dann doch mal ausgeforscht, ist ja irrig, nicht nur in der NS-Geschichte. Mit jeder Generation stellen sich neue Fragen, darauf antworten die Historiker. Sonst gäbe es ja auch gar keine neuen Studien zur Geschichte… Das Problem der NS-Geschichte ist eher, dass sich hierzu die meisten, nicht nur in Deutschland, eine Meinung gebildet haben, aber ohne tatsächlich viel darüber zu wissen. Prof.Dr. Ulrich Herbert, in: Badische Zeitung vom 8.3.2021

Kooperationspartner:
Colloquium politicum Albert-Ludwig-Universität-Freiburg, Gedenkstätten Südlicher Oberrhein, Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg

19.07.2026, Begleitprogramm zu »Herbarien – es riecht so gut! Räucherwerk, Hawdala und Rosa Luxemburg«

Wir laden herzlich zum Begleitprogramm zur Wechselausstellung ein:

  • Ab 17:00 Uhr: Kuratorin Monika Rachel Raija Miklis M.A. führt durch die Wechselausstellung im Jüdischen Museum.
  • 17:30 Uhr: Pflanzenbestimmungsgang durch den Museumsgarten mit dem Gärtner und Künstler Richard Ernst.
  • 18:00 Uhr: Haptischer Vortrag zur Bedeutung von Pflanzen in der hebräischen Bibel.
    Ort: Teschemacher-Saal, Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, D-79312 Emmendingen

Das Museum ist geöffnet von 14:00 bis 17:00 Uhr.

Eintritt frei, Spenden erbeten

19.06.2026, Offenburg: Theaterstück „Heute Abend: Lola Blau“

Freitag, 19. Juni, 20 Uhr
Veranstaltungsort: Der Salmen, Lange Straße 52, 77652 Offenburg

Das Stück „Heute Abend: Lola Blau“ von Georg Kreisler ist weit mehr als ein Stück Zeitgeschichte: In diesem eindringlichen Ein-Personen-Musical verbindet Kreisler scharfsinnige Gesellschaftskritik mit schwungvollen, witzigen und berührenden Melodien.

„Heil Hitler“ endet das Telegramm, das die Hoffnungen auf das erste große Engagement im Landestheater Linz für die jüdische Künstlerin Lola Blau platzen lässt. Innerhalb kürzester Zeit verliert Lola nicht nur den Kontakt zu ihrer großen Liebe, sondern muss auch ihre Heimat, bald darauf Europa verlassen. Der Durchbruch in Amerika gelingt, sie wird ein Star – aber glücklich ist sie nicht. Da erhält sie einen unerwarteten Anruf aus Wien… 

Lolas Schicksal zeigt, wie schnell Erfolg und Zugehörigkeit zerbrechen können und wie aktuell die Auseinandersetzung mit Hass, Anpassung und moralischer Verantwortung bis heute geblieben ist. 

Ein Abend, der berührt, aufrüttelt und zugleich mit Kreislers unverwechselbarer musikalischer Brillanz unterhält.

Lola Blau: Irina Lehnert
Klavier: Katharina Keck
Regie: Gabi Jecho

Technik/Licht: Olga Anissimova

Tickets sind im Salmen Offenburg erhältlich
VVK : 12€ / 8€ erm.
AK: 16€ / 12€ erm.

Dies ist eine Produktion des Theater der zwei Ufer Kehl. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Gedenkstättenverbund Südlicher Oberrhein e.V. statt. Mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.

17.05.2026, Internationaler Museumstag

Internationaler Museumstag am Sonntag, 17. Mai 2026
im Jüdischen Museum Emmendingen, Schlossplatz 7
und auf dem Schlossplatz / Platz der ehemaligen Synagoge

11:00– 17:00 Uhr 
Tag der offenen Tür
Das Jüdische Museum öffnet seine Türen bei freiem Eintritt.
Wir bieten unseren Gästen Führungen nach Bedarf, laden zur
Begegnung, zum Austausch und zum Schmökern am Büchertisch
ein. Die aktuelle Wechselausstellung unserer Kuratorin
Monika Rachel Raija Miklis „Von Mazzenknödel bis Käsekuchen“
stellt die jüdischen Feste Pessach und Schawuot vor.

11:00– 17:00 Uhr
Jüdisches entdecken
Auf und um den Schlossplatz herum
Quiz für Kinder und Jugendliche
Mit-Mach-Preis für jede/n

12:30–13:00 Uhr
„Wie neu geboren!“
Führung durch die Dauerausstellung „Mekor Majim Chajim –
Quelle lebendigen Wassers“ im ehemaligen Ritualbad (Mikwe)
mit Carola Grasse

13:30–14:00 Uhr
„Jüdisches Leben in Emmendingen – gestern und heute“
Hildegard Hessemann und Carola Grasse laden zur Kurzführung
auf dem Schlossplatz / Platz der ehemaligen Synagoge und seinen
Erinnerungszeichen ein.

14:30– 15:00 Uhr
„Museum digital“
Dorothea Scherle präsentiert das digitale Gedenkbuch zum
jüdischen Leben in Emmendingen auf der Medienstation in der
Dauerausstellung des Museums.

15:30-16:00 Uhr
„Die jüdischen Wanderfeste Pessach und Schawuot“
Dorothea Scherle führt durch die von Monika Rachel Raija Miklis kuratierte
Wechselausstellung „Von Mazzenknödel bis Käsekuchen“.

Eintritt frei – Spenden erbeten

Mit freundlicher Unterstützung durch den Fachbereich Kultur der Stadt Emmendingen

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