Das Programm wird von uns, dem Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen, in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Emmendingen organisiert und vom Fachbereich Kultur der Stadt Emmendingen unterstützt. Aktive von Verein und Gemeinde stellen Ihnen gerne das Programm persönlich vor.
Die 1905 in Polen geborene Jüdin Hélène Salamon kommt 1924 nach Frankreich. 1943 schließt sie sich dem Widerstand an, wird im Februar 1944 verhaftet, verhört, gefoltert, schließlich ins KZ Bergen-Belsen in Deutschland deportiert. Bei ihrer Ankunft im Lager ist sie im vierten Monat schwanger. Und nur von einem Gedanken beherrscht: Ihr Kind zur Welt zu bringen. Es gelingt ihr, die Schwangerschaft zu verbergen. Im Oktober 1944 wird ihre Tochter Yvonne im KZ geboren. Mutter und Tochter überleben die nächsten sechs Monate bis zur Befreiung, trotz der barbarischen Behandlung durch die Nazis, trotz des Hungers, des Schmutzes und der Krankheiten inmitten Zehntausender Todgeweihter. Yvonne Salamon erzählt diese unglaubliche Geschichte in einer Art Zwiegespräch der beiden Frauen: Die Zeitzeugin Hélène mit ihrem bewegenden Wahrheitsbericht, Yvonne auf der Suche nach ihrer eigenen Identität und bei der Erforschung ihrer Familiengeschichte.
Oberstudienrat i. R. Hans Zier hat das Buch aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt und liest am Jom HaSchoa aus dem autobiografischen Werk.
Zu Beginn der Lesung gibt der Historiker Markus Wolter eine kurze Einführung in die Geschichte des KZ Bergen-Belsen, das am 15. April 1945 durch britische Truppen befreit wurde.
Das Buch ist im Anschluss an die Lesung an einem Büchertisch erhältlich.
Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. bietet am Sonntag den 13. März 2022 zwei Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag an:
1. Frauen erzählen Frauen von Frauen
Frauen des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. stellen Frauen der ehemaligen und heutigen Jüdischen Gemeinde Emmendingen vor und kommen mit den Besucher*innen ins Gespräch.
Wann: Sonntag, 13. März 2022, 12.30 – 14.00 Uhr
Wo: Jüdisches Museum Emmendingen, Schlossplatz 7, 79312 Emmendingen
Wer: Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.
Eintritt frei, Spenden willkommen
Die Zahl der Teilnehmer*innen muss aufgrund der pandemischen Lage auf 10 Personen begrenzt werden.
Eine Anmeldung per Email ist bis 11. März 2022 erforderlich:
Es gelten die aktuell gültigen Corona-Regeln. Unabhängig davon bitten wir um das Tragen einer FFP 2 Maske.
2. Frauen in der hebräischen Bibel – eine Hybrid Veranstaltung
Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. lädt zu einer Hybrid-Veranstaltung im Café und zum Kaffee ein. Die Veranstaltung wird parallel zum Präsenzvortrag über ZOOM ausgestrahlt. Rivka Hollaender referiert im Café Keyf in Bürkle Bleiche zu selbstbewussten Frauen in der hebräischen Bibel. Sie hat besonders die Königinnen Ester und Waschti im Blick.
Einlass ins Café Keyf ist um 16.30 Uhr. Es gelten die aktuell gültigen Corona-Regeln für die Gastronomie. Die Plätze an den Tischen sind begrenzt.
Foto: Monika Rachel Raija Miklis
Das Jüdische Museum Emmendingen ist am Sonntag den 13. März 2022 von 14.00 – 17.00 Uhr geöffnet. Die Wechselausstellung zum jüdischen Purim-Fest kann zu dieser Zeit besichtigt werden – passend zu „Frauen in der hebräischen Bibel“.www.juedisches-museum-emmendingen.de
Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin (2019)
Der orthodoxe Jude Motti Wolkenbruch hat immer brav getan, was seine Mamme von ihm erwartete. Bis zu dem Abenteuer mit einer Schickse. Motti verliert sein Zuhause und wird von den »Verlorenen Söhnen Israels« aufgenommen. Wie sich aber bald zeigt, sind sie weit mehr als eine Selbsthilfegruppe: Motti befindet sich im Hauptquartier der Jüdischen Weltverschwörung. Doch die ist ein erfolgloser Lotterladen. Motti übernimmt das Steuer, und bald wird überall nur noch Hummus gegessen und Jiddisch gesprochen. Allerdings will auch eine Gruppe von Nazis die Welt beherrschen. Sie fluten das Internet mit Hass und Grammatikfehlern – und setzen die schöne Spionin Hulda auf Motti an.
Die Veranstaltung kann aufgrund der Pandemie nur online stattfinden.
Thomas Meyer
Thomas Meyer, geboren 1974 in Zürich, arbeitete nach einem abgebrochenen Jura-Studium als Texter in Werbeagenturen und als Reporter auf Redaktionen. 2007 machte er sich selbständig. Sein Roman ›Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse‹ wurde zu einem Best- und Longseller, die Verfilmung ›Wolkenbruch‹ (2018) war ein großer Kinoerfolg. Thomas Meyer lebt in Zürich.
Mit Monika Rachel Raija Miklis M.A. (Kuratorin Jüdisches Museum Emmendingen)
25 Jahre Wiedergründung Jüdische Gemeinde Emmendingen, 305 Jahre Jüdische Gemeinde Emmendingen, 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – es gibt viel zu feiern!
Das machen wir nun virtuell.
Sie sind herzlich eingeladen, von Zuhause aus am Vortrag mit Powerpoint Präsentation teilzunehmen. Wir bringen das Jüdische Museum Emmendingen und seine Schätze in Ihr Wohnzimmer. Lassen Sie sich von den Geschichten verzaubern und berühren. Die Gegenstände aus der Ausstellung und dem Archiv stellen sich vor und erzählen selbst die Geschichte ihrer Reise. Eine lebendige Erinnerung an ihre Besitzer und das jüdische Leben damals und heute.
Die Veranstaltung kann aufgrund der Pandemie nur online stattfinden.
Wir würden uns sehr über eine Spende zur Unterstützung unserer Vereinsarbeit freuen.
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