Kindheit im Danach – Zweitzeugengespräch mit Nicole Noa-Pink, Freiburg

Wann: Sonntag, 18. Januar 2026, um 17.00 Uhr
Wo: Synagoge, Neuer Saal, Landvogtei 11, 79312 Emmendingen

Eine Veranstaltung zur Erinnerung an den 27. Januar 1945, an die Befreiung der letzten Gefangenen aus dem Konzentrationslager Auschwitz.

Zum Internationalen Tag der Erinnerung an die Toten und an die Überlebenden des nationalsozialistischen Völkermords an den Juden.

Wie ist es, als jüdisches Kind von Holocaustüberlebenden aufzuwachsen? Noch dazu in Deutschland, im Land der Täter.

Wie prägt das Danach, nach der Schoa, die Kindheit und die Persönlichkeit?

Nicole Noa-Pink erzählt davon. Sie erzählt von ihren eigenen Eltern, Hanna und Peter Noah. Sie gewährt uns einen ganz persönlichen Einblick in ihr Elternhaus. 1955 in Böblingen geboren, in Freiburg und Karlsruhe aufgewachsen lebt sie zusammen mit Überlebenden, die der Vernichtung durch die Nationalsozialisten entgangen sind. Sie erzählt die Überlebensgeschichte ihrer Eltern, aber noch mehr erzählt sie davon, unter welchem Einfluss sie und ihre Geschwister lebten und wie sich die grauenhaften Erfahrungen ihrer Eltern auf sie selbst auswirkten und bis heute nachwirken.

Die ehemalige Lehrerin Nicole Noa-Pink ist seit 2020 die jüdische Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Freiburg e.V. (GCJZ). Von 2020 bis 2025 war sie die Lehrbeauftragte für Judentum an der Evangelischen Hochschule Freiburg.

Eintritt frei, Spenden erbeten.

Der Zugang ist barrierefrei.

Im Anhang finden Sie den Flyer, die Frau Noa-Pink zur Verfügung gestellt, zur freien Verwendung.

Die unterschiedliche Schreibweise des Familiennamens Noa und Noah ist kein Schreibfehler. Dazu gibt es auch eine Geschichte, die im Zweitzeugengespräch erzählt wird.

Verleihung des Kulturpreises der Stadt Emmendingen 2025 an den Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.

Emmendingen, den 16. Dezember 2025

Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur, Kulturpreisträger 2025 der Stadt Emmendingen

Ein Team des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. mit Oberbürgermeister Schlatterer bei der Verleihung des Kulturpreis 2025 der Stadt Emmendingen


Wir freuen uns sehr, dass der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. am Mittwoch, den 26. November 2025 den Kulturpreis der Stadt Emmendingen erhalten hat für sein außerordentliches Engagement im kulturellen Bereich und für die jahrzehntelange Gedenk-, Erinnerungs-, Vermittlungs- und Bildungsarbeit im Jüdischen Museum Emmendingen und bei zahlreichen Veranstaltungen. Bei einer Feier in der Steinhalle in Emmendingen übergab Oberbürgermeister Schlatterer den Preis an unseren Verein und den ebenfalls ausgezeichneten Günther Hoffmann, der insbesondere für die Ausrichtung des Künstlermarktes in Emmendingen bekannt ist.

Die Laudatio hielt der Stadthistoriker Hans-Jörg Jenne, 1988 selbst eines der Gründungsmitglieder unseres Vereins. Jenne hob die wichtigen und zahlreichen „würdevollen Beiträge zur Gedächtniskultur“ und die Erforschung jüdischen Lebens auch vor der Zeit der NS-Diktatur hervor, deren Ergebnisse mit dem digitalen Gedenkbuch der breiten Öffentlichkeit zugänglich sind und ständig aktualisiert werden. Insbesondere lobte Hans-Jörg Jenne auch die Gedenkstätten- und Netzwerkarbeit unseres Vereins. Wir sind seit vielen Jahren Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen Baden-Württemberg (LAGG) und des Gedenkstättenverbundes Südlicher Oberrhein e.V.

Nach der Laudatio durften wir den Preis gemeinsam auf der Bühne entgegen nehmen und die anwesenden Mitglieder des ehrenamtlich aktiven Teams stellten sich kurz mit ihrem jeweiligen Tätigkeitsbereich vor.

An die Stadt Emmendingen ein großer Dank für diese hohe Würdigung und die große Wertschätzung der im Jüdischen Museum Emmendingen geleisteten Vermittlungsarbeit. Liebes Museumsteam, ohne euch und euer Engagement wäre das alles nicht möglich. Dafür von Herzen Danke.

Carola Grasse,
Vorsitzende des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.,
Träger des Jüdischen Museums Emmendingen


Eine Veranstaltungsreihe zum Gedenken – ab Mi. 22. Oktober

Unsere Veranstaltungsreihe erinnert an die Deportation der badischen Jüdinnen und Juden in das Internierungslager Gurs in den Pyrenäen vor 85 Jahren.

Mit Führungen, Lesungen, Film und Gedenkveranstaltungen lädt sie dazu ein, der Opfer zu gedenken, Geschichte bewusst zu machen und die Verantwortung für Gegenwart und Zukunft wachzuhalten.